Man täuscht sich mit der Vorstellung, mit der Annahme, der Unbedingtheit seines Denkens und seiner Gedanken. Dies sind sie ebensowenig wie das Sehen. Das Bild, die Wahrnehmung ist unvermeidlich vom gegenwärtigen, zufälligen Hier und Jetzt abhängig. Was ich anderso, zu andrer Zeit sehen möchte ist mir unvorstellbar,weil Dort nicht Hier und Einst nie Jetzt ist, zwar zu werden, doch nie zu sein vermag. Dies im Zusammenhang mit der kierkegaardschen - und der eigenen - Dichotomie von Innen und Außen, von Ich und Welt, von Subjektivität und Objektivität. Das sind mehr oder weniger zufällige Entdeckungen oder Erfindungen des Geistes, des Denkens oder der Sprache. Vermag mir auch andere mögliche aufzuzählen, wie vielleicht Tag und Nacht, Sommer und Winter, Hier und Dort, Bleiben und Vergehen, Sein und Nichtsein, Grenze und Apeiron, Stillstand und Bewegung. Kurzum es handelt sich um Gegensätze, um Widersprüche - ein Umstand der es nahelegt, dass die Welt die ich zu erkennen meine in sukzessiven Abwandlungen meines Gemüts besteht. In welchem Verhältnis zur Wirklichkeit?r Wer könnte das sagen? Genügend jedoch (sufficient) mir geistigen Halt zu gewähren, mich in eine Fassung zu versetzen in der ich es wagte der Welt gegenüber aufzutreten.