am 22. September 2017 Der Begriif des Seins ist von jeher problematisch. Platon ist nicht mit ihm zurande gekommen; wenn Aristoteles, so ist's mir entgangen. Ich deute die Problematik des Seins, die scheinbare Unmöglichkeit einer Begriffsbestimmung als Folge der subjektive Unzulänglichkeit alles erreichbar Objektiven. Und vergiss es nicht, dass die Subjektivität die Wahrheit ist. Die begriffliche Problematik des Seins besagt, dass ein objektives Sein, subjektiv unerreichbar ist. Um diese Lücke zu ergänzen hat man den Ausdruck Existieren eingespannt. Existieren heißt Sein im Subjektiven; Existeren ist ein Wort welches dem Bestreben den Seinsbegriff im Subjektiven zu habilitieren. Existieren ist aber auch Täuschung insofern als es keinem Spiel mit Worten gelingen wird, die Kluft zwischen dem Innen und dem Außen zu überbrücken. Im Rückblick meine ich zu erkennen, nicht nur in welch hohem Maße mein früheres Leben von ideal Vorstellungen beherrscht war, sondern wie notwendig diese Ideale für meine Entwicklung und meine Zufriedenheit. Meine Vorstellung von der Frau die ich heiraten würde ist mir das eindrucksvollste Beispiel. Leben erfordert Idealisierung. Die Entidealisierung ist mit dem Sterbensvorgang verbrüdert. Sie lassen sich nicht von einander trennen.