Inmitten der vergangenen Nacht wurde ich mir "bewusst" dass Mund und Gesicht, wo ich an einem sich scheinbar behebenden Zahnabszess mit Gewebsentzündung erkrankt war, sich wieder verschlimmert hatten. Mehr Empfindlichkeit, neue Schmerzen, und stärkeres Schwellen. War es ein Traumbewusstsein das mich verleitete und bestrickte, or ist das gegenwärtige "Bewusstsein" der Besserung der Traum? Das Erkennen, und Würdigen der Traumhaftigkeit des Wachens - ins Besondere betreffs der "Wirklichkeit", scheint mir die eigentliche Aufgabe des Denkens, des Philosophierens. Betreffs der Wirklichkeit des Ichs, des Jetzt, des Hier, der Gegenwart, der Vergangenheit, der Zukunft. Denn es ist mir unmöglich die Verflochtenheit, das Netz der Widersprüche zu entwirren. Nicht die Rationalisierung, sondern die Erkenntnis, die Annahme, die Akzeptierung, die Billigung des unsinnigen Gegebenen, des sich mir immer von neuem ungereimten Aufdrängendem ist was ich als Ziel des geistigen Strebens anerkennen muss. Dabei aber auch das Verstehen des Widerspruchs, der Unzulänglichkeit meines Erfahrens und Erlebens der Wirklichkeit. Die höchste entgültigste Entidealisierung ist das Begreifen der unentrinnbaren Notwendigkeit des Idealisierens.