Das Christentum ist ein großes Lehrgedicht über die Macht der Gesellschaft. Um nicht gekreuzigt zu werden lernt der Christ zu gehorchen, sich dem Hohen Priester zu fügen. Und Gott, ja Gott ist hilflos ihm, wie seinem Sohn zu helfen. Es ist eine warnende Geschichte nicht anders, nichts besonderes sein zu wollen, denn den der etwas Besonderes ist wird von der Gesellschaft gekreuzigt werden. Das Christentum beweist die Macht der Gesellschaft, und ist zugleich Ansporn, die Vorlage, sich ihr zu widersetzen. Das Neue Testament ist Vorschrift zur Vergesellschaftung; die Leidensgeschichte aber besagt zugleich die Auflösung der Gesellschaft.