Aus den Wolken kommst du von Göttern mir zugesendet, [Du kommst aus den Wolken von Göttern mir zugesendet,] reißender Strom der von hoher, unsichtbarer Klippe zur Seite mir niederstürzt tief in das dunkle Tal. Schäumender Bach den mit Namen zu nennen ich scheue [weil du mir als göttliches Schicksal erscheinst] der du die Offenbarung göttlichen Schicksals erscheinst, Bild unerbittlich zersteubenden Menschenlebens. Du spottest der Menschen vernüntftge Gesetzen und Regeln, Behauptest dich frei wie du bist zu wirken und walten, zu jauchzen und jubeln, zu weinen und klagen, mit Tränentropfen die trockene Erde begießen um zuletzt dich nach eigenstem Sinn deinem Schicksal ergeben, Herzfluss der Erde in Liebe unterzugehen, gemächlich dich schließend in jenen friedlichen Strom der fort in die Ebene zieht, wo du traurig und froh in das allumfassenden Fluten der Zeit dich fügst. [Fortwährend veränderst du dich im bleibenden Bild,] Im bleibendem Bild wirst du fortwährend verändert; löst unablässlich dich auf zu neuem Erscheinen, löst unablässlich dich auf zu neuer Erscheinung, kehrst ewig wieder im Strome der fällt und flieht, Verwandelst dich ohne Unterlass, wie die Natur. Und wie die Natur verwandelst du dich unablässlich. Verweilest nie und kommst doch immer wieder. Nichts is beständig außer dem Wort das dich nennt, [Beständig nur erscheint das Wort das dich nennt, verwegen zeigt es unwandelbares Erleben.] das verwegen auf wandelloses Erleben weist. Das Wort ist der täuschend trockene Brunnen des Seins. Im Wort allein wird das Erleben bestimmt. Dem Wort allein entblüht ein ewiges Leben. Nur dem Wort entblüht unabändert ewiges Sein. und das Gedicht ist die falscheste Lebensquelle.