Die Liebe ist das Instrument womit das Ich sich in der Welt bestätigt. Es ist die Brücke vom Subjektiven zum Objektiven. Sich selbst zu lieben ist dem Ich unmöglich wegen seiner Subjektivität. Um sich zu verwirklichen, um zu bestehen bedarf das Ich etwas das es lieben kann, ein Geliebtes, - oder eine Geliebte - außerhalb seiner selbst, deren Bestehen zugleich das Bestehen des eigenen Ichs verbürgt. Im Notfalle tuts ein Hund oder eine Katze. Margaret hat mich seinerzeit auf Rilkes Pessimismus hingewiesen. Dieser Pessimismus ergab sich aus der Tatsache, dass dieser Dichter unfähig war Menschen zu lieben, möglicherweise wegen des Traumas seiner Kindheit - Arme heilige aus Holz kam meine Mutter beschenken - . Menschen die zu lieben ihm nicht vorhanden waren, wurden durch quasi heilge "Dinge" ersetzt vom Idealisierungsvermögen des Dichters erfunden um ihn zu trösten.