Das Prozessieren ist zum Inhalt meines Lebens geworden, und dafür bin ich den Gegegnern, den Anwälten, den Gerichten dankbar, sehr dankbar. Meine Verfahren sind eine geistige Symbiosis, - oder sollte ich schreiben Parasitosis, eben damit dass es mir gelungen ist was mich bedrohte ängstigte, kränkte, belästigte, schmerzte, vergiftete, in Nahrungsmittel wenn nicht gar in Heilmittel umzuwandeln, umzukehren, zu verkehren. Das ist mein Erfolg, mein Glück, und dafür hab ich der Oberrichterin und den beiden Nebenrichtern meinen Dank erstattet. Wie den das? Ja, als sie mich am Ende der Sitzung fragte ob ich noch etwas hinzufügen wollte. Als ob vor der Verurteilung noch diese eine letzte vortäuschende Geste von Unbefangenheit. Da hab ich gesagt ich möchte meinen Dank aussagen für die Gelegenheit mich ihnen zu erklären; und ich hoffte sie würden mir erlauben wiederzukehren. Das hast Du gesagt? Ja, das hab ich gesagt. Ich leser immer und immer wieder die Korrespondenz von 1949, 1950, 1941. Ich lerne was es bedeutet in Gedanken, im Traum, im Rückblick, in der Phantasie zu leben. So wie ein Mönch im Kloster im Glauben an die ewige Seligkeit im Paradies.