Welche ein Gedächtnis! "Wie schön leuchtet der Morgenstern", eine Aufführung aus der Deutsche Grammophon Archiv Produktion unter Fritz Lehmann hatte ich auf ein Tonband übertragen, - ob nebst anderen Kantaten besinne ich mich nicht mehr. Das Tonbandgerät (tape player) hatte ich im Auto, in der Mitte, auf dem Fußboden vorn, hingestellt. Lange vor den Tagen der Halbleiter (semiconductors), wurde der 6 Volt Gleichstrom (direct current) mechanisch unterbrochen, wie bei den alten Türklingeln, und der unterbrochene Strom dann von einem Transformator von 6 Volt auf 110 Volt erhöht. Ich besinne mich auf ein Tonband auf welches ich eine Ode von Pindar diktiert hatte, das einzige griechische Gedicht das ich je auswendig gelernt habe. Besinne mich auf eine Fahrt über die Serpentinen-Straße von TN-91 nach Taylors Valley wo ich mir mein eingebildetes Griechisch anhörte mit dem Anfang der Ode: "Anaxi phorminges hymnoi, tina theon, tin' andra keladesomen ..." (Ihr leierbeherrschenden Lieder, welchen Gott, welchen Mann sollen wir preisen) - oder so etwa. Weder original Text noch Übersetzung garantiert. Betreffs Kantate #1, erinnere ich meine Flucht vorm Militärdienst von Damascus nach Boston, auf dem New Jersey Turnpike, ohne - wohl wegen der Ungehörigkeit meines Tuns - in Philadelphia gehalten zu haben. Ins Besondere, die Tenor Arie: Unser Mund und Ton der Saiten Sollen dir Für und für Dank und Opfer zubereiten. Herz und Sinnen sind erhoben, Lebenslang Mit Gesang, Großer König, dich zu loben. hatte (und hat) es mir angetan. Auch heute, jedes Mal wenn ich diese Arie höre, befindet sich mein Gedächtnis auf jener glücklich erfolgreichen Flucht durch New Jersey.