Lebensabend Der Tag, das Jahr, das Leben geht zu Ende. Das Glück vergangner Zeit ist unerreichbar. In frommer Demut falte ich die Hände und sage Dank: nichts weiteres wär vergleichbar. Wie gut dass es vorüber ist. Auch Glück ermüdet und erschöpft das reiche Leben. Erlösend ist mir sanfter Schlaf gegeben. Erwachen wäre gnädiges Geschick. Oder auch nicht, denn manchmal will es scheinen dass schlafen lassen ist die größ're Gnade. Vervielfachtes Aufwiedersehen wird fade. Wär aufzuwachen Anlass nicht zum Weinen? Mein weit'res Leben würd' zur Last uns beiden. Möcht' heute noch in Freud und Liebe scheiden.