Lebensabend Der Tag, das Jahr, das Leben geht zu Ende. Das Glück vergangner Zeit ist unerreichbar. In frommer Demut falte ich die Hände und sage Dank: nichts weiteres wär vergleichbar. Wie gut dass es vorüber ist. Auch Glück ermüdet und erschöpft das reiche Leben. Erlösend ist mir sanfter Schlaf gegeben. Erwachen wäre gnädiges Geschick. Oder auch nicht, denn manchmal will es scheinen dass schlafen lassen ist die größre Gnade. Vervielfachtes Aufwiedersehen wird fade. Wär aufzuwachen Anlass nicht zum Weinen? Mein weitres Leben würd' zur Last uns beiden. Möcht' heute noch in Freud und Liebe scheiden. Erwachen wär dann gnädiges Geschick. Wär aufzuwachen nicht ein Grund zum Weinen? Erwachen wär Gelegenheit zum Weinen? und aufzuwachen wäre Grund zum Weinen. erwachen wäre traurig bis zum Weinen. Ich möchte gern in Frieden von Euch scheiden In Freud und Liebe möcht ich von Euch scheiden. Die Jugend und die Kindheit unerreichbar Die Freude und der Schmerz sind unvergleichbar Das Glück vergangner Jahre unvergleichbar. =========================== Wie lange noch? Ist kaum erlaubt zu fragen Das Ende fällig ist; ich muss es sagen. in diesen Tagen =========================== Macht der Musik Was ists das das Sonett ergreifend macht was gibt den schalen Worten ihre Kraft? Nicht mühsame ausgeklaubte Rechnerei Nicht angelernte, zusammen geklebte Geschichte. Nicht Historie mit Geistesleim verklebt Geschichte nicht mit Geistesleim verklebt Nicht Zahlen mühsam ausgeklaubt verwebt Was ists das das Sonett ergreifend macht was gibt den schalen Worten ihre Kraft? Nicht Zahlen mühsam ausgeklaubt verwebt auch Fakten nicht mit Geistesleim verklebt. Geschichte nicht mit Geistesleim verklebt nicht Tatsachen mit Geistesleim verklebt. Ist's nicht Musik die dich zum Tanz bewegt Es ist der Silben Sprung der Klang der Worte Musik die deinen Geist zum Tanz bewegt es ist Musik die dich zum Tanz bewegt Ist's nicht der Silben Sprung der Klang der Worte der das Gemüt zu neuem Mut erregt und neu eröffnet die Gedankenpforte Des Reims Beschluss den Vers beschließt Der Reim beschließt den Vers mit seinem Kuss Vorsicht dennoch gebührt Lass die von Reimes Küssen nicht verleiten Lass Dich von den Sirenensang nicht verleiten Sirenenküsse möchten dich verleiten Gib acht, dass die Musik dich nicht verführt besinne sich ob sie dich nicht verführt Der Kuss der Reims der jeden Vers versiegelt Der Klang (Ton) der das Verständnis spiegelt Lied das wie Honig fließt und Blüte duftet Die Silben springen und die Worte klingen mit überzeugung singen ========================= Macht der Musik Was ists das das Sonett ergreifend macht was gibt den schalen Worten ihre Kraft? Nicht Zahlen mühsam ausgeklaubt verwebt auch Fakten nicht mit Geistesleim verklebt. Ist's nicht der Silben Sprung der Klang der Worte? Ist's nicht Musik die dich zum Tanz bewegt, die neu eröffnet die Gedankenpforte und das Gemüt zu frischem Mut erregt? Der Reim beschließt den Vers mit einem Kuss. Sei auf der Hut vor der Sirenen Küssen. Bedenk, beim Reimen man bestimmen muss obs leer Geschwätz ist oder gültig Wissen. Wenn Philosoph als Dichter sich vermummt, ist es nicht an der Zeit dass er verstummt? Vorsicht dennoch gebührt Lass die von Reimes Küssen nicht verleiten Lass Dich von den Sirenensang nicht verleiten Sirenenküsse möchten dich verleiten Gib acht, dass die Musik dich nicht verführt besinne sich ob sie dich nicht verführt Der Kuss der Reims der jeden Vers versiegelt Der Klang (Ton) der das Verständnis spiegelt Lied das wie Honig fließt und Blüte duftet Die Silben springen und die Worte klingen mit überzeugung singen ========================= Die Letzten Tage Die letzten Monate, vielleicht die letzten Jahre. Wie lange noch. Wenn ich es wüsste, wär ich nicht Pandora? Wie lange noch, lass mich dich Schicksal fragen. Das ist die große Sterbensfrage. Wer wagt die Antwort? Und was sie vielleicht bedeute? Heute ist alles. Gibts etwas anderes noch?