am 29. Dezember 1994 .PP Es sind mehrere Fragen welche sich mir im Anschlusz an die merkwuerdige Korrespondenz mit dem Lehrer in Texas auftun. Vorerst, weil er derartig gegen die Bundesregierung wetterte, die Frage der Verbuendung und Vereinzelung der Staaten. Wodurch die Staaten zur Verbuendung getrieben werden, was sie zusammenhaelt, und was sie auseinander treibt. Auch allgemeiner, wodurch die Ordnung der Gesellschaft bestimmt werden moechte. Waere es Zufall, oder waeren da unscheinbare Gesetze am Werk. Es waere tunlich und interessant die vielen Bundstaaten zu ueberdenken, welche sich im Laufe der Geschichte zusammengetan und welche sich aufgeloest haben. Ist die Gestalt und das Ausmasz eines Staates anders zu begruenden als nur durch Zufall? .PP Ich war im Irrtum, als ich behauptete die Bevoelkerungsdichte und die Technologie seien Antrieb fuer das wachsende Ausmasz, und fuer die wachsende Zudringlichkeit der Regierung. Das war aber uebermaessige Vereinfachung. .PP Viele politische Handlung, so scheint es mir, lassen sich aus der Oikeiosis ableiten. Der Mensch bedarf nicht nur des eigenen Wohnraumes. Er bedarf auch anheimelnder Gegenstaende und Einrichtungen, politischer Einrichtungen, welche ihm sein Zugehoeren zu dieser Welt verbuergen. Die Tiere kennzeichnen die Gebiete auf welche sie Anspruch erheben auf verschiedenste Weise. Die Voegel sitzen auf ihren Lieblingsaesten und singen; die Kater bespritzen Grundmauern mit ihren Urin. Die Menschen treiben Pfaehle in die Erde, bauen Zaeune, und beurkunden die Grenzmasze im Grundbuch. Eben so wichtig, oder wichtiger noch, ist der geistige Raum, welchen der Mensch fuer sich beansprucht, denn dergleichen Anspruch ist Ursache von viel Uneinigkeit.