Lieber Klemens, .PP Ich freue mich fuer Laura und Dich ueber den Ankauf des neuen Klavieres. Es ist als haette Laura damit eine neue Stimme bekommen, die es ihr ermoeglicht Wirklichkeiten zu beschreiben fuer welche sie sonst keinen Ausdruck faende. .PP Margaret und ich haben uns entschlossen, jeder von uns, vor Jahresende, Dir, Laura, und den Kindern je zehntausend Dollar zu ueberweisen, eine Gesammtsumme deren Hoehe zur Nachdenklichkeit Ausschlag gibt, vor allem da sie siebzig Prozent des uns steuerfrei verfuegbaren Kapitals betraegt. Unsere restlichen Gelder sind, wie Du weiszt in "retirement accounts", angelegt. Ich weisz nicht wie die Deutschen soetwas bezeichnen, und habe kein Worterbuch zur Hand. Abhebungen von diesen Konten sind einkommensteuerpflichtig. .PP Du nimmst es mir nicht uebel, wenn ich darauf hinweise, dasz diese geplanten Geschenke nur moeglich sind, weil wir uns auf Euch beide verlassen, in Bezug auf die Noete und Beduerfnisse welche uns, wenn wir nicht so gluecklich sein sollten, in ruestigem Zustand ploetzlich zu sterben, in unserem Alter behelligen werden. Ins besondere verlassen wir uns darauf, dasz Ihr in dem Nachbarhause, das ich Dir uebertrug, wohnen bleiben werdet, so lange wie wir unser jetziges Heim bewohnen, und dasz Ihr, wenn es Euch einst notwendig erscheinen sollte umzuziehen, uns mit Euch nehmen wuerdet, so dasz der praktische Beistand den Du uns als Verguetung fuer die Uebertragung von 178 School Street versprochen hast, in der neuem Umgebung aufs Neue wirksam wuerde. .PP Du wirst Dich erinnern, und Du darfst es nicht bergessen, dasz ich die Uebertragung von 178 School Street an Dich nie als Geschenk betrachtet habe, sondern als eine Leistung fuer welche wir zur Zeit eine Gegenleistung vereinbarten. Nicht als Geschenk, nicht zum Verkauf und nicht zum Vermieten, habe ich Dir 178 School Street ueberschrieben, sondern aus den praktischen und eigentlich sehr egoistischen Erwaegungen, Euch beide in unserer unmittelbaren Naehe anzusiedeln, damit Ihr uns betreuen und pflegen koennt, wenn wir es noetig haben. Solche Dienste haben selbstverstaendlich auch ihren Geldwert, und lassen sich taxieren. Ich habe es getan, und habe bestaetigt gefunden, was ich vermutete, dasz die Uebertragung unter den vereinbarten Bedingungen Margaret und mich um vieles bereichert hat. Diese Bereicherung erkennen auch manche von meinen Patienten an, mit welche ich meine Privatangelegenheiten bespreche. So sagte Hans Loeser als er mich bei seiner letzten Untersuchung um unser Nebeneinanderleben befragte, nicht, wie ich zu empfinden meinte, ohne einen Anflug von Neid, "Wel youi must ahve done something right." .PP Ich schaeme ich, diese Tatsachen noch einmal zu wiederholen; und doch sollte es Dir verstaendlich sein, warum ich es tue. Margaret und ich sind jetzt im Begriff mit den vorgesehenen Schenkungen uns in eine Abhaengigkeit von Euch zu begeben, welche uns erlaubt ist nur wenn wir uns auf die Unverbruechlichkeit unseres Abkommens ueber 178 School Street auf Euch beide verlassen koennen.