am 7. Juli 1994 .PP Unter die Rubrik Komik in meinem Leben, ein Telephonanruf neulich abends von dem Dichter Richard Moore. Ein Jahr nachdem ich ihm von meinem deutschen Roman erzaehlt, hatte er einen Leser fuer mich gefunden. .PP Es war ein hagerer, laeszlich gekleideter junger Mensch, kaum frisch rasiert und mit schuetterem straehnigen Haar der nach telephonischer Voranmeldung in meinem Sprechzimmer erschien. Er trug eine kleine abgeschabte braune Aktentasche aus welcher er drei abgegriffenen Manuskripte von Uebersetzungen aus dem deutschen ins Englische hervorzog. Aus seinem radebrechenden Deutsch entnahm ich dasz er jedenfalls kein Deutscher war; ich fragte ihn, wo er die Sprache gelernt haette. Sich selbst beigebracht haette er sie, aus den Veroeffentlichungen der Christlichen Wissenschaft wo die Texte zugleich in englischer und deutscher Sprache auf gegenueberliegenden Seiten gedruckt werden, haette er sie gelernt; haette drei Novellen uebersetzt und nannte mir die Namen, die mir jedoch unbekannt waren. Er muesse mich aber darauf auf merksam machen, dasz er im ganzen nur zweitausend Seiten Deutsch gelesen habe, und deshalb moeglicher weise nicht in der Lage sein wuerde, mit meinem Roman zu Rande zu kommen. Auszerdem bemerkte er, dasz er die Disketten, die ich ihm bereitet hatte, auf seinem Geraet nicht wuerde ablesen koennen, weil dieses die 3 1/2 Zoll Disketten nur im 0.7, nicht aber, wie meine, im 1.44 Megabyte Format zu benutzen vermag. Also bin ich auf meinen ersten Leser gekommen, vielleicht auch den letzten.