Liebe Frau Hirsekorn, .fi .na .PP seit unserer R}ckkehr aus Goslar wollte ich Ihnen schreiben, war aber vom Reisen zu sehr durcheinander, und einige Tage mu~ten vergehen, eh die vielen und starken Eindr}cke sich geordnet hatten. Inzwischen habe ich Gertraud gebeten, Ihnen meine Gr}~e zu bestellen, und warum sollten diese Gr}~e einmalig sein? Ich denke, Gertraud sollte sie Ihnen so wiederholt erstatten, wie die Gelegenheit sich bietet. .PP Obgleich mein Ged{chtnis altersgem{~ zu schwinden begonnen hat, kann ich mir die paar Stunden, welche wir mit Ihnen in ihrer Wohnung verbrachten, und die Spazierg{nge mit Ihnen und Bernd und Gertraud, nicht aus dem Sinn schlagen, und kann mir heute nicht vorstellen, da~ ich sie je vergessen werde, vielleicht weil mein Lehrer aus der Pestalozzischule, ungeachtet seiner Abwesenheit, in unseren Kreis geh|rte. Nach dieser langen Zeit wurde mir nun zum ersten mal klar, wie sehr ich ihn in diesen vielen verflossenen Jahren vermi~t hatte. Es scheint mir m|glich, da~ sein Mitleid und seine Sorge mich zu einem Teil seiner Familie gemacht haben, und wenn man einmal zu einer Familie geh|rt, das wissen wir alten Leute am besten, dann ist es auf immer. .PP Ich kann es mir nicht vorstellen, Sie n{chstes Jahr in Goslar nicht wieder zu besuchen, aber Tatsache ist, da~ viele Pflichten zu erf}llen sind, bis eine solche Reise wieder m|glich wird, und ich wage es nicht, mich schon jetzt darauf zu freuen. .PP Bleiben Sie bitte gesund, gr}ssen Sie Bernd und Gertraud aufs herzlichste, und um des Blutzuckers Willen, vernachl{ssigen Sie bitte nicht die vorgeschriebenen Mahlzeiten.