Ernst J. Meyer 174 School Street Belmont, Massachusetts 02178 617-868-4666 am 3. Oktober 1993 Liebe Gertraud, Dein Anruf hat mich freudig }berrascht. Selbstverst{ndlich holen wir Euch am 28.12. vom Flughafen ab. Klemens einstiges gro~es Schlafzimmer mit Bad, steht Euch zur Verf}gung, so lange Ihr bleiben m|chtet. Ich bewundere Eueren Mut zu dieser Winterreise, in der Jahreszeit mit dem geringen Licht und den langen N{chten, und bin mir peinlich bewu~t, da~ wir, jedenfalls in Boston, Euch nichts mit der landschaftlichen Sch|nheit des Sauerlandes Vergleichbares anzubieten haben. In Konnarock sind auch um diese Jahreszeit die Wege meist schneefrei, und laden zu wunderbaren Spazierg{ngen und Wanderun- gen ein. In New Hampshire, Vermont, und Maine liegt der Schnee oft so tief, da~ man die gekehrten Verkehrstrassen nur auf Schiebrettern verlassen kann. Bei uns in der Stadt sind die Strassen manchmal m{rchenhaft verschneit, der wilde Autoverkehr lahmgelegt, aber eigentlich nur selten, des |fteren mit tauenden oder wiedergefrorenen verschmutzten Schneeresten besprengt, Um diese zu verbergen hat man, so viel ich wei~, Weihnachten er- funden; mit dem erzwungenen Jubel, den ich so traurig finde.