am 19. Juni 1992 in Konnarock. Wir fahren heute nach Belmont zuru#ck, einen Tag verfru#ht, denn wir wollten eigentlich erst morgen, oder einen Tag verspa#tet, denn wir wollten schon gestern fahren. Klemens und Laura waren mit Rebekah und Nathaniel hier, fast zehn Tage lang. Die fuhren schon am Dienstag zuru#ck. Es war ein sehr erfreulicher besuch. Zwar regnete es jeden Tag, und im Keller waren verzeigte Lachen, aber Klemens und Laura konnten an jedem Tage einen Spaziergang machen. Meist nahmen sie die Kinder mit. Einmal wanderten sie allein von Elk Garden u#ber Deep Gap nach Rhododendron Gap, u#ber Wilburn Ridge zum Parkplatz bei Massie Gap, wo wir sie zu verabredeter Zeit mit dem Auto abholten. Einmal nahmen sie uns mit nach Creek Junction, von wo aus wir den Einsenbahnpfad in Richtung Taylors Valley gingen, aber nicht sehr weit, denn Rebekah wurde mu#de, und es fing bald an zu regnen. Zu Hause wurden u#ber die niedrigen Tische im Wohnzimmer weisse Bettlaken ausgebreitet, damit die Kinder ungehindert daraum spielen konnten. Laura breitete ihre Na#hsachen erst im Fernsehzimmer aus, dann, weil dort ungenu#gen Platz war, liess sie sich das Bu#gelbrett aus dem Keller ins Esszimmer bringen, wo sie umfangreichen Kleidermuster ausbreitete. Laura benutzte die Freizeit dieser Ferien um Kleider fu#r Rebekah und sich selbst zu na#hen welche sie angelegentlich der Hochzeit ihres Bruders im na#chsten Monat tragen wird. Klemens wa#re gern volle zwei Wochen hier geblieben, aber Laura meinte, dass sie am Freitag und Sonnabend in der Leahy Klinik ihre Stelle behaupten mu#sse. Auch lag ihr sehr an einem Besuch im Zoologischen Garten in Washington, und deshalb setzte sie ihre Ru#ckfahrt schon fu#r den Dienstag. Klemens hatte mir sehr mit dem Schneiden der Hecke geholfen. Am Montag fellten wir zusammen meherer der grossen Wildkirschenba#ume die uns die Aussicht auf den Berg abdeckten. Spa#ter wurde Klemens trauring, noch nie sagte er, sei ihm die Abreise aus Konnarock so schwer geworden. Hernach war ein Besuch bei Jarmans veranstalltet. Ich blieb zu Hause. Nach etwa einer Stunde, kurz eh Margaret, Laura und die Kinder zuru#ckkehrten, begegnete ich Klemens an der Ku#chentu#r. Er war vera#rgert und deprimiert, und erkla#rte er ha#tte sich mit Laura gezankt weil sie Nathaniel ha#tte weinen lassen. Der Kleine scheint seine Mutter jetzt sehr no#tig zu haben, die jedoch gegen seine Abha#ngigkeit unempfindlich ist. Die betru#bte Klemens. Ich aber fu#hlte, dass sie gegen Klemens in vergleichbarer Weise unempfindlich war. Am na#chsten Morgen fuhren Klemens Laura und die Kinder nach Skyland im Shenandoah Park, umd am folgenden Tag zum Washington Zoo, und von dort zuru#ck nach Belmont zu fahren. Hinterher bescha#ftigte ich mich mit dem Schneiden der Hecke gegen den steilen no#rdlichen Abhang des Grundstu#cks. Das dauerte mehrere Stunden, und mit dem Untergang der Sonne, versank auch mein Mut. Eine Traurigkeit wie ich sie noch nie erlebt hatte umhu#llte mich wie die Nacht. Ich stellte die Leiter fort und die electrische Schere, und wickelte die lange gelbe Verla#ngerungschnur und ha#ngte sie in die Garage, und begann den gewohnten Weg ums Haus. Ich ging ihn schnell und entschlossen. Je mu#der und hungriger ich wurde umso fester wurde mein Beschluss weiter zu gehen und zu fasten.