am 25. Dezember 1989 .PP In wie weit ist die Anthropologie, als die Wissenschaft vom Menschen, des Gottesbegriffes bedu#rftig, um vom Wesen des Menschen eine hinla#ngliche Erkla#rung zu geben? .PP Ich betrachte dies als eine u#beraus wichtige Frage, deren Antwort nicht nur auf die Methode sondern auch auf den Inhalt des Denkens aufkla#rendes Licht wirft. .PP Denn jede Untersuchung die sich heutzutage als wissenschaftlich ausgibt, unterwirft sich stillschweigend der Verpflichtung die Existenz irgend eines go#ttlichen Wesens zu leugnen oder zum mindesten zu u#bersehen. Ich bin u#berzeugt, dass jede sich als objektiv ausgebende Darstellung welche dergleichen Ableugnung ihr Zustimmung versagt, Schwierigkeiten von einem Ausmass begegnet, welche zu u#berwinden ich unfa#hig bin. U#berdies erkenne ich gu#ltige (stichhaltige) Gru#nde weswegen herko#mmliche Berichte u#ber Gott und Go#tter mit wissenschaftlicher Forschung nur als Legende vereinbart werden ko#nnen. Auch liegt es mir fern dergleichen beizupflichten. Aber sie ga#nzlich zu u#bersehen ist meines Erachtens unmo#glich. Ich denke sie, so wie sich die Gelegenheit bietet, mit eigener Deutung zu erleutern und zu ersetzen. .PP Every modern investigation which claims scientific merit thereby acquiesces to an implicit obligation to deny, or in any event to ignore the existence of any god. I believe in point of fact that any account which does not concur in such a denial faces insurmountable obstacles, and I do not believe that I shall be able to surmount them. Moreover, there is, I think good reason why the traditional descriptions of god and of gods are incompatible with scientific investigations and with scientific analysis. Nor have I any intention of subscribing to such traditional accounts. There is no need to endorse the religious There is no need to I question whether one can afford to ignore them all. For not only does it represent a significant phase of human experience, but there may in fact be no other source which makes that experience accessible to us. .PP Perhaps it is better to explain the situation by pointing out that there are in theory innumerable ways in which one can describe and express human experinece. Certainly it should be possible to do this without any reference to formal religion, and also without reference to a named god. However the phases of human experience which are traditionally linked to expressed religion and to formal acknowledgement of the existence of deity should then require some alternate exposition, and such alternate accounts, while theoretically possible, might turn out to be unachievable in practice. The intricacy and complexity of the subject is great, the facilities for describing it is limited at best, and I suspect incurring the reproach attendant on the interpretation of religious experience is preferable to taking the risk of proving unable to relate this experience at all. .PP So stellt sich uns die Aufgabe erstens die religio#se U#berlieferung so wie sie ist zu erkennen, und zweitens das Wesentliche und Wirksame dieser U#berlieferung vernunftgema#ss darzustellen, und drittens, dieses religio#s Wirksame mit der scheinbar unverwandten wissenschaftlichen Kulter vereinbaren. .PP U#ber die Gu#ltigkeit der U#berlieferung fu#r sich selber und fu#r andere Menschen seiner Art hat ein jeder das Recht sich sein eigenes Urteil zu bilden. Ich halte es durchaus fu#r mo#glich, dass Menschen auch in dieser Beziehung sich wesentlich von einander unterscheiden, und dass nicht jeder von meiner Darstellung angesprochen oder gar u#berzeugt sein wird. Eine universell gu#ltige Beschreibung zu liefern, welche dem Erleben eines jeden Lesers genu#gt, ist jenseits meiner Fa#higkeiten.