am 24. Dezember 1989 .PP Mir fa#llt der Widerspruch auf, zwischen dem Pantheismus, welcher Gott u#berall in der Natur erkennt, und dem Monotheismus, welcher den Ort Gottes im Gewissen und Bewusstsein des Einzelnen bestimmt. In diesem Widerspruch spiegelt sich der Zwiespalt zwischen Innen und Aussen der so wesentlich zum Schicksal des Menschen beitra#gt. .PP Ich schlage vor, diesen Wiederspruch zu lo#sen, durch die Annahme, dass in den genannten Fa#llen der Ausdruck Gott in zwei grundsa#tzlich unterschiedlichen Weisen angewandt wird. Das Go#ttliche welches u#berall in der Natur aufzufinden ist, ist ein grundsa#tzlich anderes als das Go#ttliche welches des Menschen Wesen bestimmt und besta#tigt. wenn auch ein und derselbe Ausdruck fu#r beide Erlebnisse angewandt wird. Das Go#ttliche in der Natur zu preisen besagt nicht, dass jenes andere Go#ttliche nicht existiert, oder dass es grundsa#tzlich verleugnet wird, nur eben, dass es im Augenblick unbeachtet bleibt, dass eine anderer Erlebnisbereich, verwirrender Weise mit demselben Namen benannt, Gegenstand des Interesses ist.