am 21. Oktober 1989 .PP Fu#r jemanden sorgen, einen anderen Menschen pflegen, ein anderes Lebewesen betreuen, ist Ausdruck eines Triebes welcher dem Menschen eingeboren ist, aber wie alle anderen Triebe auch, in gro#sserem oder geringerem Masse. Man mag behaupten, dass dieser Instinkt eine Vorbedingung fu#r die Erhaltung des Geschlechts ist, indem er bewirkt dass Eltern fu#r ihre Kinder sorgen. greift aber viel weiter um sich, dehnt sich auf Eltern und Geschwister, auf den Freund und Ehegatten aus, auf anderen Menschen u#berhaupt, und zuletzt auch auf Tiere. Und entwickelt sich aus dem einfachen Bedu#rfnis dem Schu#tzling Nahrung und Wa#rme zu besorgen in das Vorhaben eine Welt, eine Umwelt, eine Lebenswelt in der er gedeihen mo#chte fu#r ihn zu schaffen. .PP Die Beziehung vom eingeborenen Triebe zum hochentwickelten scho#pferischen Pathos will erkannt, verstanden und beschrieben sein. So wie auch dessen Widerspru#che und Grenzen. .PP Der Ursprung liegt in dem Bewusstsein des Einzelnen, dass andere Lebewesen fu#hlen und leiden wie er selbst.