.PP am 20. August 1988 .PP .na Eine Woche ist vergangen, seit wir aus Konnarock wieder in Belmont zuru#ck sind, und mit so viel Arbeit, dass mir die Zeit selbst zum Nachdenken entging, geschweige denn, dass ich zum Schreiben Zeit gefunden ha#tte. Nun am Ende der Woche, da ich, durchaus nicht widerwillig, des Dienstes wegen, in der Stadt bleiben muss, kommen die Telephonanrufe der von den Kollegen im Laufe der Woche operierten Patienten, nun im Stich gelassen. .PP am 29. August 1988 Schon sind wiederum neun Tage vergangen, und der heutige ist heiss und feucht und tropenartig in seiner Schwu#le. Die Wettervoraussage behauptet, dass schwerer Regen im Anzug ist, Vermutlich mildere Temperaturen mit sich bringend. Margaret und ich waren in Maine. Erst besuchte Margaret ihre Mutter in Readfield, indessen ich in Augusta in den Archiven die Eigentu#mer der verschiedenen Grundstu#cke die ich gern gekauft ha#tte erforschte. In einer kleinen kahlen Schreibstube des Staatsarchivs schrieb ich sie mir mit Bleistift, denn Kugelschreiber waren verboten, aus den Steuerturkunden ab. Als ich mit dieser Arbeit fertig war, oder jedenfalls so ermu#det, dass ich meinte fertig zu sein, erkundigte ich mich nach der Niederlassung des Department of Environmental Protection. Man hatte es an entlegenem Orte, jenseits des Kennebec, in den Hallen einer u#berflu#ssig gewordenen Irrenanstalt eingerichtet. Als ich u#ber die enge, zweibahnige, von Wagen und Menschen gedra#ngte Bru#cke gefahren war, und Blick nach rechts u#ber den im tiefen Tal sich kra#uselnd hinziehenden Fluss schweifen liess, hinauf zu den scha#big pra#chtigen Regierungsbauten, da schob sich mir unwillkur#lich das Bild Heidelbergs in die Erinnerung, und ich verglich's im Stillen. Aber so grau und ungestalt sich auch dies an Scho#nheit, Kunst und Anmut so a#rmliche Sta#dtchen gegen den Glanz des anderen verhielt, war ich doch dankbar, hier statt dort zu sein. Ich bog in den Parkplatz der alten Krankenhauses ein. Hier jedenfalls hatte man keine geistesschwachen Menschen aus Gru#nden der Staatsvernunft ums Leben gebracht. Was man anderen Ortes den Indianern angetan hatte, daru#ber wollte ich lieber nicht denken. Der grosse Saal der einstigen Anstalt, wo einst hockend auf ihren Betten umnebelte Menschen ins Leere gestiert hatten, war mittels zahlreicher Verschla#ge in kleine zellenartige Bureaus verwandelt, wo jetzt eine anderer Wahnsinn waltet, in denen dem Besucher unsichtbare Beamten Telephongespra#che fu#hren, und Akten ablegen und wieder hervorholen, Memoranden schreiben, und geduldig auf Tagesende warten. Die Renovierung sah recht provisorisch aus, als ko#nnte der Entschluss das Pandemonium gegen die Umweltsicherheitskanzleien einzutauschen eventuell noch ru#ckga#ngig gemacht werden. .PP Eine hu#bsche junge Frau welche als Sekreta#rin diente, fragte mit verschmitztem La#cheln nach meinem Gesuch. "Ich wu#nsche," begann ich mit einigem Zo#gern, "Informationen u#ber die U#berbordabflussverordnung einholen." "Gewiss", sagte sie, "Of course", in dem sich ihr La#cheln verdeutlichte, nehmen sie bitte einen Augenblick Platz, der zusta#ndige Kollege wird sogleich zur Verfu#gung stehen. Ich tat was mir befohlen, und lange dauerte es auch nicht, bis ein blonder beba#rteter junger Mensch erschien, viel a#lter als fu#nfundzwanzig kann er nicht gewesen sein. Er stellte sich mir vor, sein Name, Richard B., Ein sympathisches Gesicht, empfindsam und wohlwollend, doch bar u#bertriebener Intelligenz. Meinem Anliegen Na#heres u#ber die neuen Regeln zu erfahren kam er breitwillig entgegen. Entschuldigte sich um diesbezu#gliche Abru#cke aus seiner kleinen Klause zu holen, und mit schu#lerhaftiger Beflissenheit erkla#rte er sie mir. Auf meinen Antrag eine Liste der gegenwa#rtig in Kraft stehenden Bewilligungsscheine zu durchmustern schien er fast gewartet zu haben. Er erkla#rte bu#ndig, am Einfachsten fu#r ihn wa#re es mit seinem Computer fu#r mich eine Schlaffscheibe zu schreiben. mit dreitausend Adressen laufend gu#ltiger Erlaubnisempfa#nger zu bereiten. Soeben sei er, so erkla#rte er mir, mit der U#bertragung dieser Informationen bescha#ftigt. Eine veraltete Liste ha#tte er schon jetzt. Die korrigierte sollte in nicht la#nger als einem Monat bereit sein. Ich freute mich, dass mir voraussichtlich die mu#hsame Arbeit der U#bertragung erspart bleiben wu#rde, vorausgesetzt, dass ich meinen Vorsatz aus den neu erlassenen Sanita#tsvorschriften einen Vorteil zu schlagen, weiterhin durchzufu#hren versuchen wu#rde.