.PP am 24. Ma#rz 1988 .PP .na Mein Interesse am Glaukom und am Augeninnendruck, am Chorioidalkreislauf ins Besondere, hat mich veranlasst u#ber Hydrodynamik zu lesen in der Absicht, dass mein Versta#ndnis dieser schwierigen Probleme dadurch vertieft wu#rde. .PP Der Ausgangspunkt ist eine erstaunliche Vereinfachung, na#mlich, dass es mo#glich sein sollte, die vielfa#ltigen Erscheinungen der flu#ssigen Stoffe durch eine Zuru#ckfu#hrung der Verha#ltnisse untereinander infinitesimaler Bestandteile derselben zu erkla#ren. Da muss ich an die Gewa#sser denken, die den schmilzenden Gletschern entspringen, an die Winde die des Nachts durch das Amonoosuctal fegen, an die stu#rmische Brandung bei Madaket, und die erstaunliche Vermutung der Vielfalt dieser Erscheinungen mittels mathematischer Formeln genu#ge zu tun. .PP Es sind die Anspru#che der Wissenschaft welche diesen Widerspruch herausfordern. Mir stellt die Wissenschaft die Aufgabe ihren Zergliederungen so weit es in meiner Macht liegt zu folgen, und dann, wenn ich das Ende meiner Rechenkunst erreicht habe, das Errechnete mit den Erscheinungen die es zu erkla#ren beansprucht zu vergleichen. Gewiss vermag man die Annahme nie auszuschliessen, dass die Kluft zwischen Erscheinung und Errechnung durch ein gru#ndlicheres Begreifen der Zahlen und Symbole wesentlich vermindert wu#rde, und dieser Annahme muss eine vergleichbare entsprechen, na#mlich dass die Kluft auch durch ein klareres Erkennen der Erscheinungen ebenfalls verringert wu#rde. Man kann den Erkenntnisoptimismus so weit treiben und mit Leibniz eine Gottheit erfinden, deren Eigenschaft es ist, die Kluft zwischen Erscheinung und Errechnung vo#llig aufzuheben. Eine solche Gottheit erachte ich als eine Projizierung des eigenen Trachtens. Ist man an diesen Punkt gelangt, so erkennt man Sie bezeichnet den Punkt von dem aus zugleich die Errungenschaften wie die Versagen der Wissenschaftsanspru#che zu erkennen sind. .PP Man hu#te sich die Errungenschaften der Wissenschaftlichkeit gering zu scha#tzen, aber man achte genau worin sie bestehen. Die U#berscha#tzung der Bedeutung der Wissenschaft ist ein nicht geringerer Fehler als deren Unterscha#tzung.