.NH Fragment 092 .PP Vielleicht ist es mit dem Beherrschen der Mathematik wie mit der Kenntnis von Sprachen. Was man zu frueh und zu leicht lernt, erscheint ihm als selbstverstaendlich, und man hat keinen Blick fuer die Bruechigkeit, die ihm natuerlich erscheint, kein Ohr fuer die Ungereimtheiten, die ihm selbstverstaendlich klingen. Lernt man die Sprache, so auch die Mathematik in spaeterem Alter, wird man nie so geschmeidig mit ihr umgehen koennen, wie der Juengere es kann, dem Rechnen wie Fremdsprache sich als saumlose Gegebenheiten bieten. Die Schwellenschwierigkeiten die der Aeltere erst ueberwinden muss, vielleicht aber garnicht ueberwinden kann, bieten aber wiederum Gelegenheit zu einem Einblick in die Struktur des Wissens der dem Juengeren entgeht.