.NH Fragment 087 .PP Quantentheorie und Erkenntnis .PP Es ist bezeichnend fuer die geistige Welt in der wir leben, dass wir der Beschraenkungen unseres Erkennens nur auf Umwegen gewahr werden. Einer der weitlaeufigsten dieser Umwege ist die Quantentheorie. So viel Muehe um zu beweisen, dass das scheinbar Gewusste doch Irrtum war. Bemerkenswert ist, die Sturrheit des Glaubens erkennen zu koennen. Zu erst der Glaube an die sogenannte klassische Mechanik. Dann das Zeremoniell der Entdeckung und "Berichtigung" des Irrtums, und unmittelbar darauf wiederum der Glaube an das vermeintlich Erkannte. Insofern nun als die neue Physik das Prinzip der Unbestimmtheit in sich einverleibt, wuerde man denken, dass der Bestimmtheitspathos etwas gedaempft wuerde. Aber dies scheint doch nicht der Fall zu sein. Der Drang zum Glauben, die Notwendigkeit des Glaubens ist eine subjektive. Das objektive Verhaeltnis des vermeintlich Gewussten zur Erfahrung laesst so viel zu wuenschen uebrig, dass es nie und nimmer einen Anlass zum Glauben darstellen kann.